Überflutungsszenarien

Monitoring auenökologischer Prozesse und Steuerung von Dynamisierungsmaßnahmen

In Bayern sind bis heute mehr als 75% der natürlichen Auwaldstandorte verschwunden. Um einem weiteren Rückgang entgegenzuwirken, wird nicht zuletzt in Art. 1 der Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union die Verbesserung des Zustands von Auen als direkt vom Wasser abhängige Feuchtgebiete gefordert (Richtlinie 2000/60/EG).

In einem der größten ehemaligen Auwaldgebiete Deutschlands, entlang der Donau zwischen Neuburg und Ingolstadt findet im Rahmen eines E+E (Erprobung- und Entwicklungs-) Vorhabens ein umfangreiches Redynamisierungsprojekt statt. Zielsetzung ist u. a. durch die Redynamisierung des Wasserhaushalts eine Verbesserung der Lebensbedingungen auwaldtypischer Zönosen zu erreichen. Anhand eines interdisziplinären Monitoringprogramms (MONDAU, E+E-Begleitvorhaben) sollen übertragbare Erkenntnisse zur Steuerung der Dynamisierungsmaßnahmen gewonnen werden.

Teilprojekt VI analysiert die Reaktionen von Mollusken, ausgewählter Arthropodentaxa und Vögeln auf die Dynamisierungsmaßnahmen in Abhängigkeit von qualitativen und räumlichen Skalen.

Ansprechpartner: Axel Gruppe, Hans Utschick, Markus Kilg